Trauma verstehen – Beziehung gestalten
SAMSTAG 15.08. | 10:15 – 11:45 | SONNTAG |16:15 – 18:00 | KLEINE BÜHNE –
Trauma verstehen – Beziehung gestalten
Wie beeinflussen frühe Erfahrungen unsere Fähigkeit, mit uns selbst und anderen in Beziehung zu treten? Was haben Scham und Selbstablehnung damit zu tun?
In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in die Welt von Bindungs- und Entwicklungstrauma ein und erforschen deren Auswirkungen auf Körper, Nervensystem und unsere Beziehungsmuster.
Auf Grundlage der Polyvagaltheorie sowie der Ansätze Somatic Experiencing (SE) und NARM lernen wir, wie unsere Schutzstrategien entstehen und weshalb sie uns oft bis heute begleiten.Viele Verhaltensweisen, unter denen wir heute leiden, sind keine persönlichen Defizite. Sie sind intelligente Anpassungen unseres Nervensystems an Situationen, in denen unsere Gefühle, Bedürfnisse oder Grenzen nicht ausreichend gesehen, verstanden oder willkommen waren.
So können schambasierte Selbstbilder entstehen – etwa das Gefühl, nicht richtig zu sein, zu viel zu sein oder nicht zu genügen. Andere entwickeln als Gegenbewegung Schutzstrategien wie ständige Leistung, Kontrolle, Perfektionismus oder ein Gefühl von Überlegenheit. Hinter beiden Reaktionsweisen verbirgt sich häufig derselbe tiefe Wunsch: So sein zu dürfen, wie wir wirklich sind – mit unseren Gefühlen, Bedürfnissen und unserer Einzigartigkeit.
Mit achtsamen, körperorientierten Übungen schaffen wir Erfahrungsräume, in denen ein tieferes Verständnis für die eigene Geschichte entstehen kann. Wir entwickeln mehr Mitgefühl für uns selbst und entdecken, dass unsere Bedürfnisse nicht falsch sind – auch wenn wir gelernt haben, sie zurückzuhalten oder gar nicht mehr wahrzunehmen.
Wenn wir beginnen, unsere Schutzstrategien als sinnvolle Überlebensreaktionen zu verstehen, kann sich der Blick auf uns selbst grundlegend verändern. Es entsteht die Erfahrung, dass mit uns im Grunde nichts falsch ist – sondern dass unser Organismus stets versucht hat, das Bestmögliche für unser Überleben und unsere Bindung zu tun.
Der Workshop ist offen für alle – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Entdeckt neue Wege, Euch selbst und anderen mit mehr Verständnis, Mitgefühl und echter Verbundenheit zu begegnen.
Raghu ist ausgebildeter Floatingtherapeut nach der Methode von Gopal Norbert Klein und begleitet Menschen auf ihrem Weg zu innerer Heilung und mehr Beziehungsfähigkeit. Seit vielen Jahren widmet er sich mit großer Hingabe den Themen Trauma, Nervensystemregulation und der Integration von Bindungsmustern. Mit einem feinen Gespür für tieferliegende Prozesse schafft er Räume, in denen alte Verletzungen gesehen, gehalten und transformiert werden dürfen. Sein Ansatz ist dabei stets achtsam, bodenständig und ressourcenorientiert – mit dem Ziel, mehr Lebendigkeit, Verbundenheit und Selbstwirksamkeit ins Leben seiner Klient*innen zu bringen.
